{"id":140,"date":"2022-08-12T17:34:48","date_gmt":"2022-08-12T15:34:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.font-bardolet.art\/?page_id=140"},"modified":"2022-08-20T17:54:06","modified_gmt":"2022-08-20T15:54:06","slug":"kuenstlerisches","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.font-bardolet.art\/?page_id=140","title":{"rendered":"Die K\u00fcnstlerin"},"content":{"rendered":"\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-right is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Ein kleines Lied, wie geht&#8217;s nur an, <br>da\u00df man so lieb es haben kann, <br>was liegt darin? Erz\u00e4hle!<br><br>Es liegt darin ein wenig Klang, <br>ein wenig Wohllaut und Gesang <br>und eine ganze Seele.<\/p><cite><em>Marie von Ebner-Eschenbach<\/em><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">\u201eDas stille M\u00e4dchen das laut werden wollte\u2026.\u201c<\/h5>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>Als Kind war ich ein sehr stilles M\u00e4dchen, so still, dass meine Mutter sogar \u00f6fters gefragt wurde, ob ich den taubstumm sei. Innerlich aber f\u00fchlte ich mich sehr laut und wollte diese innerliche Welt zum Ausdruck bringen, nach Au\u00dfen. Ich konnte mir sch\u00f6ne Kl\u00e4nge vorstellen, es waren aber keine Bilder, die vielleicht zur Malerin h\u00e4tten mich werden lassen k\u00f6nnen, oder sch\u00f6ne Worte um Dichterin zu werden. Das war die Sprache der Musik, die Kunst mit der ich mich am meisten identifizieren konnte. Mit sieben Jahre begann ich Klavier zu spielen. Es war sch\u00f6n, aber da\u00df Instrument war nicht ich, sondern dieser gebaute Kasten, der seinen eigenen Ressonanzk\u00f6rper hatte. Ich probierte manchmal zu singen, aber es war schrecklich\u2026, es klang falsch, diese Kl\u00e4nge, die, die ich mir innerlich so sch\u00f6n vorstellen konnte, waren ganz weit weg. Andererseits aber war meine Neugier sehr geweckt, denn ich sp\u00fcrte, wie meine Stimme ganz laut werden wollte &#8211; sie musste nur befreit werden. Ich begann Gesangsstunden zu nehmen, die Arbeit an meinem eigenen Instrument faszinierte mich sehr.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>Ich war 16 oder 17 Jahre alt, als ich in der Kirche den Einleitungsgesang f\u00fcr die Ostermesse singen durfte. Es war ein gregorianischer Gesang, neu bearbeitet von Gregori Estrada, den ich A cappella und im Dunkeln gesungen habe. Es dauerte f\u00fcnfzehn Minuten. Am Ende war die Kirche ganz still, es gingen die Lichter an und auf einmal man sah ich, wie die Tr\u00e4nen aus den Augen des Priesters flossen. Es war sehr sch\u00f6n, die Emotionen \u00fcber die Stimme und die W\u00f6rter \u00fcbertragen zu k\u00f6nnen. Ab diesem Moment war mir klar, dass ich durch den Gesang vieles dem Publikum vermitteln kann. Zuerst nahm ich Gesangsunterricht bei der Sopranistin Maria Theresa Garrigosa in Barcelona. Es faszinierte mich nicht nur die Arbeit an der Stimme, sondern auch die Interpretation der Texte durch den Gesang. Eines meiner ersten erlernten Kunstlieder war nicht nur sch\u00f6n wegen des Bogens der Melodie, sondern auch wegen des Textes.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Wie Melodien zieht es<br>mir leise durch den Sinn,<br>wie Fr\u00fchlingsblumen bl\u00fcht es<br>und schwebt wie Duft dahin.<\/p><p>Doch kommt das Wort und fa\u00dft es<br>und f\u00fchrt es vor das Aug\u2019,<br>wie nebelgrau erbla\u00dft es<br>und schwindet wie ein Hauch.<\/p><p>Und dennoch ruht im Reime<br>verborgen wohl ein Duft,<br>den mild aus stillem Keime<br>ein feuchtes Auge ruft.<\/p><cite><em>Klaus Groth (Johannes Brahms; op.105, No.I,1886)<\/em><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>Bald konnte ich meine ersten Soloprogramme mit Kunstliedern singen, wie im Jahr 1996 Werke von Mozart, Schubert, Faur\u00e9 und Mompou. Ich durfte bei vielen Meisterklassen singen und mir den Rat von vielen Pers\u00f6nlichkeiten holen, wie Jane Manning, Kym Amps, Marie-Claude Vallin, Thomas Quasthoff, Rinaldo Alessandrini, oder von Angelika Kirschlager und Kurt Equiluz. In den Jahren in Barcelona sang ich bei vielen Gesangsformationen. Danach in Wien, war ich Ensemblemitglied des \u201eArnold Sch\u00f6nberg Chor\u201c, \u201eConcentus Vocalis\u201c und \u201eNeue Oper Wien\u201c.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>Aktuell singe ich Soloprogramme mit dem Schwerpunkt Zeitgen\u00f6ssische Musik. So etwa im Jahr 2004, wo ich f\u00fcr ein Symposium der Musikuniversit\u00e4t, Lieder des kubanischen Komponisten Alejandro Garcia Caturla sang, welche zum ersten mal in \u00d6sterreich zu h\u00f6ren waren. Im Jahr 2019, zum Anlass des 100.Geburtstag von Gottfried von Einem, war ich an mehreren Konzerten beteiligt. In einem Soloprogramm waren Lieder von Gottfried von Einem und Franz Schubert zu h\u00f6ren. Diese Reihe von Konzerten, in Verbindung von Gottfried von Einem und anderen Komponisten, wird fortgesetzt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-thumbnail is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.font-bardolet.art\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"16\" data-permalink=\"https:\/\/www.font-bardolet.art\/?attachment_id=16\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.font-bardolet.art\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/cropped-logo-font-bardolet_1000px-1.png?fit=1024%2C1024&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1024,1024\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"cropped-logo-font-bardolet_1000px-1.png\" data-image-description=\"&lt;p&gt;https:\/\/www.font-bardolet.art\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/cropped-logo-font-bardolet_1000px-1.png&lt;\/p&gt;\n\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.font-bardolet.art\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/cropped-logo-font-bardolet_1000px-1.png?fit=300%2C300&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.font-bardolet.art\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/cropped-logo-font-bardolet_1000px-1.png?fit=1024%2C1024&amp;ssl=1\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.font-bardolet.art\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/cropped-logo-font-bardolet_1000px-1.png?resize=50%2C50&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-16\" width=\"50\" height=\"50\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.font-bardolet.art\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/cropped-logo-font-bardolet_1000px-1.png?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/www.font-bardolet.art\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/cropped-logo-font-bardolet_1000px-1.png?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.font-bardolet.art\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/cropped-logo-font-bardolet_1000px-1.png?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.font-bardolet.art\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/cropped-logo-font-bardolet_1000px-1.png?w=1024&amp;ssl=1 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 50px) 100vw, 50px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein kleines Lied, wie geht&#8217;s nur an, da\u00df man so lieb es haben kann, was liegt darin? 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